Antike

Sexcrimes! – Sex und Staat im alten Rom – Geschichtskrümel 76

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Lesezeit: 13 Minuten Rom wird in der Vorstellung oft mit zwei Dingen verbunden: marschierende Legionen, die unaufhaltsam die antike Welt für die Stadt am Tiber unterwerfen, und wilde Orgien. Sexuelle Freizügigkeit war im alten Rom tatsächlich weitverbreitet – aber immer wieder auch ein wichtiges Thema für den Staat, gerade auch wegen des ersten Punkts, der Legionen. Genau wie in Griechenland, über das ich im letzten Artikel geschrieben habe, war Rom eine militaristische Gesellschaft, in der kriegerische Leistung ein zentrales Element der Bürgerschaft war. Weiterlesen

Antike

Sexcrimes! – Sex und Sexualmoral im antiken Griechenland – Geschichtskrümel 75

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Lesezeit: 11 Minuten Dass in Babylon die Huren keinen Schleier tragen durften und dass der Stand der Frauen im alten Mesopotamien kein hoher war, das habe ich ja bereits im ersten Artikel dieser Serie erzählt. Auch jenseits des Mittelmeers in Griechenland, das wir ja gerne als die Wiege der Demokratie und der Philosophie betrachten, war es nicht unbedingt eine Freude, als Frau geboren zu werden. Genau wie auch anderswo gab es diverse Gesetze, die Sex zum Thema hatten. Nur, anders als beispielsweise bei Weiterlesen

Antike

Sexcrimes! Inzest & Tiersex in der Antike – Geschichtskrümel 74

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Lesezeit: 7 Minuten Auch vor Jahrtausenden gab es schon Staaten und Gesellschaften, die viel Zeit damit verbrachten, Sex und Sexualität zu reglementieren. Vieles davon hallt noch heute nach. So sind beispielsweise die Obsession mit der Jungfräulichkeit von Bräuten und auch die Idee, dass Menstruationsblut eine ganz und gar unreine Sache sei, eine archaische Idee, die bereits vor einigen Tausend Jahren erstmals belegbar ist. Weniger bekannt: Auch der männliche Samen ist scheinbar pures Gift für die spirituelle Qualität von allem, was er berührt – Weiterlesen

Antike

Sexcrimes! – Sexualmoral und Sexualgesetze vor 4000 Jahren – Geschichtskrümel 73

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Lesezeit: 9 Minuten Man mag meinen, dass wir heute ganz schön aufgeklärt sind. Alles geht, alles darf, alles ist in Ordnung. Vordergründig zumindest. Tatsächlich ist der Gedanke von völlig unregulierter Sexualität für eine Gesellschaft fast undenkbar. Wenn schon nicht Gesetze für Ordnung sorgen, dann muss das Tabu oder die Gemeinde einspringen. Die „Konsens-Zustimmungs-Formulare“, die an diversen amerikanischen Universitäten aufgekommen sind, wären so ein Beispiel, wo auch unsere moderne Sexualität wieder reguliert wird, ohne dass wir noch Homosexualität staatlich verfolgen würden oder Frauen dafür Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Der Illuminateneid im bayrischen Militär – Geschichtskrümel 72

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Lesezeit: 6 Minuten Die „Allerhöchste Verordnung vom 13. September 1814 ‚geheime Gesellschaften betreffend‘“ verpflichtete Soldaten der bayrischen Armee noch im Ersten Weltkrieg, bei der Beförderung zum Offizier folgenden Eid schriftlich abzulegen: „Ich schwöre, daß ich zu keiner geheimen Gesellschaft oder zu irgend einer Verbindung, deren Zweck dem Staate unbekannt, von demselben nicht gebilligt oder dem Interesse des Staates fremd ist, weder gehöre noch je in Zukunft gehören werde und ich bin bereit, diese meine Versicherung durch einen Eid zu bekräftigen, wie ich sie Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Alltagsleben in London um 1750 – Nachtschwärmer, Press-Gangs, Taschendiebe – Geschichtskrümel 69

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Lesezeit: 9 Minuten Die Straßen chaotisch, die Wohnungen der Armen winzige Kellerlöcher in Bruchbuden, die Stadthäuser der Reichen prächtig, aber weniger gewaltig, als man glauben mag. London um 1750 war ein interessantes Pflaster, das gänzlich anders war, als wir Städte heute kennen. Im Mittelpunkt jeder Stadt stehen aber ihre Menschen. Wer war also unterwegs im London des 18. Jh.? Kurz: Eine unfassbare Zahl von verschiedenen Leuten, viele in Berufen, die wir heute kaum noch kennen. Da es viel zu viele wären, um über Weiterlesen

Geschichte

Vom Kerker zum Gefängnis – mittelalterlicher Strafvollzug – Geschichtskrümel 60

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Lesezeit: 9 Minuten Kerkerzellen und dunkle Türme waren vielerorts noch das gesamte Mittelalter hindurch die Orte der Wahl, um Leute einzusperren. Doch ab ca. dem 13. Jh. änderte sich die Strafpraxis für soziale Abweichler und Verbrecher langsam von einer Doktrin der Auslöschung zu einer Doktrin der Einhegung. Das hieß nun nicht, dass die Todesstrafe oder die Verbannung verschwand. Beides blieb der Kern des Strafwesens! Jedoch professionalisierte sich der Strafvollzug in einigen Städten, sodass ab der Renaissance vielerorts so etwas wie eine geregelte Haft Weiterlesen

Geschichte

Kerker, Turm, Konvent – Haft im Mittelalter – Geschichtskrümel 59

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Lesezeit: 7 Minuten Gefangenschaft im Mittelalter. Das heißt doch Fußeisen, lange Ketten, elender Gestank, lachende Wachen mit hässlichen Visagen, schimmliges Brot und … Ja, nun unter anderem aber auch das Entlassen der Gefangenen während wichtiger Festlichkeiten und Feiertage. Besuche waren ebenfalls üblich, und einige Leute konnten sogar ihren Geschäften weiter nachgehen! Jedenfalls in einigen Städten. Film und Fernsehen haben leider keine gute Arbeit gemacht, mittelalterliche Gefängnisse zu erklären und zu zeigen. Vieles von dem, was es dazu an verfügbaren Vorstellungen gibt, welche wir Weiterlesen