Geschichte

Die Spielleute: Töchter Salomes – Geschichtskrümel 40

Veröffentlicht am

Lesezeit: 6 Minuten Galten Spielleute im Mittelalter sowieso schon als anrüchig und unstet, traf das Urteil der „guten Gesellschaft“ die Spielfrauen besonders hart. Das moralische Ansehen einer Frau war schnell beschädigt. All das was hinter verschlossener Tür passierte, konnte Gerüchte nähren. Dagegen half nur die rege Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Je mehr die eigene Gemeinde einen kannte und wahrnehmen konnte, desto weniger Raum blieb für das Ausgedachte. Spielfrauen waren entsprechend für die Meisten wie eine leere Leinwand, auf die sie das Bild malen Weiterlesen

Geschichte

Die Spielleute: Verehrt und verachtet – Geschichtskrümel 39

Veröffentlicht am

Lesezeit: 5 Minuten Das Bild der Spielleute hatte sich seit der Antike geändert, und im christlich geprägten Mittelalter waren die Spielleute genau wie die Henker, die Bettler und die Krüppel Teil der Randgruppen der Gesellschaft. Sie waren nicht sesshaft und standen damit außerhalb der „guten Ordnung“. Dabei muss man wissen, dass die Vorstellung der Gesellschaft anders als heute sehr viel statischer war. Es gab die Annahme einer prinzipiell korrekten, weil göttlichen, Ordnung der Welt. Diese klare Ordnung der Welt beinhaltete auch das Böse Weiterlesen

Antike

Die Spielleute: Vom Schamanen zum Spielmann – Geschichtskrümel 38

Veröffentlicht am

Lesezeit: 4 Minuten Pen & Paper Rollenspiele sind voll davon: Musiker, Gaukler und andere Schausteller. Im realen Mittelalter waren sie ein bunt gemischter Haufen und hatten sich von den Geistheilern und Zaubersängern des Altertums weiterentwickelt. Die magische Komponente, welche der Musik in der Frühzeit zugesprochen wurde, blieb insofern erhalten, als auch die religiösen Rituale des Mittelalters Musik und Gesang enthielten. Das sakrale Element der Schamanen und Seher verschwand also nicht. Was sich jedoch veränderte, waren der soziale Stand und das Ansehen der Spielleute. Weiterlesen