Frühe Neuzeit

Fleisch, Brot und Reiswasser – Die Versorgung der englischen Armee um 1700 – Geschichtskrümel 77

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Lesezeit: 11 Minuten „Die Armee marschiert auf ihrem Magen“ ist ja eine alte Weisheit, nur muss das Essen auch irgendwoher kommen. Im Früh- und Hochmittelalter waren die Feudalherren meist für die Versorgung ihres eigenen Aufgebots zuständig. Sie brachten Vorräte von zu Hause mit oder erwarben sie auf Märkten, die teilweise eigens auf der Route eingerichtet wurden. Zur Heereslogistik im Mittelalter habe ich allerdings bereits einen ganzen Artikel geschrieben. Wie sah das nun aber um 1700 aus, als die stehenden Heere die Söldnerscharen des Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Waffenkunde 10: Messer und Dolche

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Lesezeit: 12 Minuten Keine Waffe wurde in größerer Zahl und Vielfalt hergestellt, als Messer und Dolche. Nach dem ersten Knüppel, dem spitz abgebrochenen Stock und dem Stein in der Faust war das Messer eine der ersten Waffen überhaupt. Alle Kulturen der Welt, auf allen Kontinenten, kannten Messer schon seit dem Anbeginn ihres kulturellen Gedächtnisses, und wir können Messer zurückdatieren bis in die Steinzeit. Vor allem aber waren Messer und Dolche den Großteil der Geschichte hindurch omnipräsent. Nahezu jeder hatte eines, gleich, welchen Geschlechts, Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Der Illuminateneid im bayrischen Militär – Geschichtskrümel 72

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Lesezeit: 6 Minuten Die „Allerhöchste Verordnung vom 13. September 1814 ‚geheime Gesellschaften betreffend‘“ verpflichtete Soldaten der bayrischen Armee noch im Ersten Weltkrieg, bei der Beförderung zum Offizier folgenden Eid schriftlich abzulegen: „Ich schwöre, daß ich zu keiner geheimen Gesellschaft oder zu irgend einer Verbindung, deren Zweck dem Staate unbekannt, von demselben nicht gebilligt oder dem Interesse des Staates fremd ist, weder gehöre noch je in Zukunft gehören werde und ich bin bereit, diese meine Versicherung durch einen Eid zu bekräftigen, wie ich sie Weiterlesen

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Regimental Wives – Ehefrauen in der Royal Army – Geschichtskrümel 64

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Lesezeit: 6 Minuten Mann trifft Frau, Mann will Frau heiraten, Mann fragt den Kommandanten um Erlaubnis, kriegt keine, heiratet trotzdem und zieht mir ihr in … Genau, in die Kaserne zu seinen anderen 100 Kameraden. Viele kennen ja die berühmten Trossweiber aus dem Dreißigjährigen Krieg. Auch bei in den stehenden Heeren Europas gab es Ehefrauen und Lebenspartnerschaften – und natürlich Prostitution, aber dazu ein andermal mehr. Nachdem die Royal Army 1660 gegründet worden war, tauchten alsbald auch die ersten Ehefrauen auf. Es dauerte Weiterlesen

Geschichte

Als Freibeuter in fremden Häfen – französische Konsuln in Norwegen – Geschichtskrümel 58

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Lesezeit: 10 Minuten Ein Segelschiff, das braucht Pflege. Seile müssen ausgetauscht, Segel geflickt, Planken erneuert und Vorräte sowie Frischwasser aufgenommen werden. Dafür braucht ein Schiff vor allem eins: einen sicheren Hafen und für viele der Reparaturen auch einen Handelspartner vor Ort – gerade in der Fremde! Ein sicherer Hafen, das ist übrigens nicht unbedingt eine Stadt mit Kaimauer, Werftbetrieb und allem Drum und Dran. Gerade außerhalb Europas kann das auch eine vor Wind und Wetter geschützte Bucht sein. Aber auch in unseren Breiten Weiterlesen

Geschichte

Mit der Burg auf Reisen – die Wagenburg und Du

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Lesezeit: 11 Minuten Wenn wir heute verreisen, dann denken wir an Urlaub. Aber die Reise hatte einmal eine ganz eigene Bedeutung. Wer reisen ging, der zog in den Krieg. Ein sogenannter Reisiger war ein berittener Krieger, der in fremden Diensten in die Ferne in den Kampf zog. War er zu Fuß, nannte man ihn Reisläufer. Wer auf Reise ging, der musste sich beschränken. An Gepäck hatte man nur das, was man am eigenen Pferd festzurren konnte, sowie ggf. ein Packpferd dazu, oder Platz Weiterlesen

Geschichte

Der Weihnachtsfrieden von 1914 – Geschichtskrümel 43

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Lesezeit: 11 Minuten Der eine oder andere hat sicherlich schon einmal vom Weihnachtsfrieden an der Westfront während des Ersten Weltkriegs gehört. Es ist die klassische Geschichte über den einenden Charakter der Weihnacht, der über die Bevölkerungsgrenzen hinaus die westlichen Kulturen verbindet. Er ist aber nicht nur eine hübsche Anekdote. Er ist auch ein seltener „Waffenstillstand von unten“, denn er ging nicht von den Offizieren aus, sondern entwickelte sich spontan aus den Schützengräben der Soldaten heraus. Flandern, 1914 „Encore, Encore! Good singing, old Fritz!“, Weiterlesen

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Das Söldnerwesen im Mittelalter: Städte führen Krieg – Geschichtskrümel 36

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Lesezeit: 4 Minuten Die Brabanzonen waren erst einmal wieder in der Versenkung verschwunden oder man hatte sie in das feudale System eingebunden. 100 Jahre später läuteten die Fußtruppen dann nach und nach das Ende der Panzerreiter als dominantes Merkmal des Kriegswesens ein. Die adlige Kriegerkaste hatte ihr Monopol auf den Krieg verloren. Courtray: Fußtruppen bezwingen die Reiterei. Der gefürchtete „Furor Francorum“, also der nicht zu stoppende Ansturm französischer Panzerreiter, erwies sich bei der Schlacht von Courtray 1302 als nicht mehr zeitgemäß. Ein Heer Weiterlesen