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Wider das passive Spiel

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Lesezeit: 8 Minuten Im vorangegangenen Artikel ging es um sprachlich passives Spiel und unnötige Distanz zwischen den Spielenden und ihren Spielfiguren. Und obgleich es ein Thema ist, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, hatte ich keine Ahnung, was für einen Nerv der Artikel treffen würde. Jeder unserer Artikel hat ein einfaches Feedbackformular am Ende sowie die Möglichkeit, uns eine individuelle Rückmeldung über das Kommentarfeld zu geben. Wenn man dazu auch eine E-Mail-Adresse angibt, antworten wir gern auf Kommentare, bei denen sich das Weiterlesen

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Das „würde“ des Menschen ist unantastbar

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Lesezeit: 9 Minuten Ich sehe regelmäßig Rollenspielvideos und Livestreams, höre Podcasts und beobachte andere Rollenspieler live. Dabei fällt mir immer wieder etwas auf, das in der Rollenspielszene eine viel zu weite Verbreitung hat: der Konjunktiv – Fluch des konditionalen Geschwurbels. 10 praktische Tipps zu diesem Thema findest du in diesem Folgeartikel. Zuhören oder gestalten? Mal Butter bei die Fische: Fühlst du dich manchmal mehr so, als ob du lediglich passiv an der Geschichte der anderen teilnimmst, anstatt sie aktiv mitzugestalten? Hast du von Weiterlesen

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Du kannst nur beschreiben, was du auch kennst

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Lesezeit: 8 Minuten Ein Schauspieler, der die Acting Method verwendet, verleiht seiner Figur Glaubwürdigkeit und Tiefe, indem er auf eigene Erfahrungen und Gefühle zurückgreift. Er denkt an Dinge, die ihn selbst traurig machten, wenn seine Figur traurig ist. Er denkt an Erlebnisse, die ihm selbst große Angst machten, wenn sein Charakter Angst empfindet. Durch diesen Abruf echter Emotionen verleiht er der Figur etwas, das über die Fiktion hinausgeht. Etwas das tatsächlich echt ist. Was für Emotionen und Gedanken gilt, das trifft allerdings auch Weiterlesen

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Was ist eigentlich eine Kampagne?

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Lesezeit: 8 Minuten Jeder Rollenspieler hat das Wort „Kampagne“ schon einmal gehört oder benutzt. Die Definition davon ist allerdings wie eine geölte Sau: ziemlich schwer zu fassen. Das liegt daran, dass Rollenspiel eine große Bandbreite der Spielstile hat. Es gibt nur wenige echte Leitmeinungen, auf die man sich beziehen könnte. Wenn ich beispielsweise alle Dinge aufzählen müsste, in denen sich (fast) alle Rollenspieler einig sind, dann wäre die Liste sehr kurz. Vielleicht so: Man spielt einen Charakter, und es werden Würfel benutzt, um Weiterlesen

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Emergent Stories – Sandboxing im Rollenspiel

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Lesezeit: 8 Minuten Nach meiner Überzeugung gibt es grob betrachtet drei Spielstile beim Rollenspiel, welche innerhalb der Szene dominant sind. Der Klassiker ist die Tabletop-Action (regelbasiertes, taktisches Spiel, nicht zwingend nur in Kämpfen.) Daneben existiert das plotgetriebene Spiel, bei dem eine klar umrissene Geschichte erzählt wird, die einer Handlung (Plot) folgt. Das dritte ist das improvisierte, freie Spiel, das manchmal auch Sandbox-Spiel genannt wird. Sandboxing firmiert bei PC-Spielen oft auch unter dem Namen „emergent gameplay“. Man könnte emergent gameplay vielleicht mit „aus sich Weiterlesen

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Rollenspiel als Erzählmedium 4: Inhalte mediumgerecht vermitteln

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Lesezeit: 13 Minuten „Der Inhalt ist alles“ ist eine alte Binsenweisheit, die sicherlich jedem sofort einleuchtet. Aber wie vermitteln wir diesen Inhalt? Rollenspiel ist in einigen Punkten speziell und unterscheidet sich spürbar von Buch und Film. Die Grundlagen der Geschichte sind ähnlich, aber das Medium Rollenspiel fordert in zwei Aspekten den Spielleiter und die Spieler besonders heraus. Zum einen hat Rollenspiel kaum Hilfsmittel, die den Spielern oder dem Spieler erlauben, komplexe Zusammenhänge innerhalb einer Szene in Bild und Ton darzustellen – die Visualisierung Weiterlesen

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Rollenspiel als Erzählmedium 3: Priming im Rollenspiel

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Lesezeit: 13 Minuten Wie wir etwas wahrnehmen, ist nicht zufällig. Neben der Präsentation spielt auch unsere Erwartung eine große Rolle. Ein Film besteht nicht nur aus der Kinovorstellung, in der ich ihn sehe. Das Drumherum im Kino, meine Einstellung zum Thema und ganz besonders meine Erwartungshaltung bestimmen, wie ich den Film wahrnehme. Durch Trailer, Plakate und anderes Material versuchen die Medienmacher im Vorfeld Einfluss auf mich zu nehmen. Diese Informationen bestimmen, mit welcher Erwartung wir einen Film anschauen. Dadurch, dass das Publikum eine Weiterlesen

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Rollenspiel als Erzählmedium 2: Sinneswahrnehmung im Rollenspiel

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Lesezeit: 10 Minuten Wir interagieren im Rollenspiel auf eine ganz besondere Art und Weise mit der Geschichte. Wir erleben die Story, gestalten sie aber auch mit. Wir sind die Charaktere, spielen aber auch ein Spiel. Wir hören, sehen, riechen und schmecken die Welt nicht, müssen für unseren Charakter aber Entscheidungen treffen, als wären wir mittendrin. Wir entscheiden nicht mit dem Herzen unseres Charakters und auch nicht mit seinem Geist. Der Spieler ist als Filter immer präsent. Diese Wechselwirkung von Spieler und Charakter wird Weiterlesen