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Würfel-Simulationismus – Nutzen und Tücken

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Lesezeit: 14 Minuten Bereits vor über 25 Jahren, als ich mit dem Pen & Paper Rollenspiel anfing, hieß es nicht selten „Ich habe das aber ausgewürfelt“, wenn ein Spielleiter irgendetwas Unliebsames verkündete. Beispielsweise bei einer besonders unerfreulichen Zufallsbegegnung oder wenn einem Charakter ein unerwartetes Unglück widerfuhr. Sogar Charaktere wurden damals nicht einfach erstellt. Sie wurden ausgewürfelt. Aber was steckt dahinter, wenn man diese Dinge erwürfelt, und was bedeuten Zufallstabellen und regelmechanische Systeme überhaupt für das Spiel und für die Spielenden? Regelmechanische Simulation im Weiterlesen

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Geteilte Fiktion – Gemeinsame Spielwelt

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Lesezeit: 15 Minuten In meinem vorletzten Artikel habe ich über Fragen im Rollenspiel geschrieben. Dieser Artikel kratzte sehr an der Oberfläche einer komplexen Thematik und zielte vor allem darauf ab, vor einigen Dingen zu warnen, die ich persönlich problematisch finde. Zugegebenermaßen war er aber auch ein wenig polarisierend und in seiner Botschaft unklar. Wir haben daher auch ungewöhnlich viel Feedback zu diesem Artikel bekommen. Positives, negatives und gemischtes. Das allein macht deutlich, dass der Artikel besser und klarer hätte sein müssen, als er Weiterlesen

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Stell keine Fragen, auf die du keine Antworten hören möchtest

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Lesezeit: 6 Minuten Im Rollenspiel werden unzählige Fragen gestellt. Was tust du? Was sehe ich? Kann ich diesen Goblin da hinten mit meinem Bogen angreifen? Gibt es in dieser Stadt eigentlich einen Süßwarenhändler? Manche Fragen sind sinnvoll, viele notwendig, aber welche davon sind möglicherweise völlig überflüssig? Überflüssige Fragen?! Was sind überflüssige Fragen? Die Hälfte dieser Überschrift, zum Beispiel. Jeder der beiden Sätze für sich allein hätte vollkommen ausgereicht. Das ist aber nicht die Art überflüssiger Fragen, um die es mir hier geht. Dieser Weiterlesen

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Face & Heel – Was Rollenspieler vom Wrestling lernen können

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Lesezeit: 7 Minuten Wer die Welt des Wrestlings kennt, der weiß auch, dass Wrestling im Wesentlichen eine Soap-Opera mit gespielter Prügelei ist. Und wer sich ansonsten nicht für Wrestling interessiert, der kann sich eine kompakte und anschauliche Fassung ansehen und sich einfach GLOW auf Netflix angucken – die ersten beiden Staffeln sind sehr empfehlenswert, unterhaltsam und allgemein ein gutes Beispiel, wie man Charaktere und Plot verweben kann. Kampf und Narrativ – Kontext zählt! Wrestling ist gespielter Kampf mit kleinen Geschichten, denn jeder gute Weiterlesen

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Wider das passive Spiel

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Lesezeit: 7 Minuten Im vorangegangenen Artikel ging es um sprachlich passives Spiel und unnötige Distanz zwischen den Spielenden und ihren Spielfiguren. Und obgleich es ein Thema ist, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, hatte ich keine Ahnung, was für einen Nerv der Artikel treffen würde. Jeder unserer Artikel hat ein einfaches Feedbackformular am Ende sowie die Möglichkeit, uns eine individuelle Rückmeldung über das Kommentarfeld zu geben. Wenn man dazu auch eine E-Mail-Adresse angibt, antworten wir gern auf Kommentare, bei denen sich das Weiterlesen

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Das „würde“ des Menschen ist unantastbar

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Lesezeit: 8 Minuten Ich sehe regelmäßig Rollenspielvideos und Livestreams, höre Podcasts und beobachte andere Rollenspieler live. Dabei fällt mir immer wieder etwas auf, das in der Rollenspielszene eine viel zu weite Verbreitung hat: der Konjunktiv – Fluch des konditionalen Geschwurbels. 10 praktische Tipps zu diesem Thema findest du in diesem Folgeartikel. Zuhören oder gestalten? Mal Butter bei die Fische: Fühlst du dich manchmal mehr so, als ob du lediglich passiv an der Geschichte der anderen teilnimmst, anstatt sie aktiv mitzugestalten? Hast du von Weiterlesen

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Du kannst nur beschreiben, was du auch kennst

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Lesezeit: 7 Minuten Ein Schauspieler, der die Acting Method verwendet, verleiht seiner Figur Glaubwürdigkeit und Tiefe, indem er auf eigene Erfahrungen und Gefühle zurückgreift. Er denkt an Dinge, die ihn selbst traurig machten, wenn seine Figur traurig ist. Er denkt an Erlebnisse, die ihm selbst große Angst machten, wenn sein Charakter Angst empfindet. Durch diesen Abruf echter Emotionen verleiht er der Figur etwas, das über die Fiktion hinausgeht. Etwas das tatsächlich echt ist. Was für Emotionen und Gedanken gilt, das trifft allerdings auch Weiterlesen

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Was ist eigentlich eine Kampagne?

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Lesezeit: 7 Minuten Jeder Rollenspieler hat das Wort „Kampagne“ schon einmal gehört oder benutzt. Die Definition davon ist allerdings wie eine geölte Sau: ziemlich schwer zu fassen. Das liegt daran, dass Rollenspiel eine große Bandbreite der Spielstile hat. Es gibt nur wenige echte Leitmeinungen, auf die man sich beziehen könnte. Wenn ich beispielsweise alle Dinge aufzählen müsste, in denen sich (fast) alle Rollenspieler einig sind, dann wäre die Liste sehr kurz. Vielleicht so: Man spielt einen Charakter, und es werden Würfel benutzt, um Weiterlesen