Geschichte

Ein königliches Festmahl – Geschichtskrümel 86

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Lesezeit: 7 Minuten Die Könige Englands regulierten im Hochmittelalter die Nutzung ihrer Wälder mit strengen Gesetzen und harten Strafen. Ein getötetes Reh führte zu einer Untersuchungskommission, fast als wäre es ein Mord an einem Menschen gewesen. Die Gründe waren simpel: Die Könige wollten der Jagd frönen können, und der Königshof brauchte Fleisch. Sehr viel Fleisch. Gegen 1300 waren die englischen Wildbestände trotz aller Regeln und Verbote arg dezimiert. Warum das so war, wird vielleicht etwas klarer, wenn man sich anschaut, wie viel bei Weiterlesen

Geschichte

Der Königsforst und das Forstrecht im hochmittelalterlichen England – Geschichtskrümel 85

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Lesezeit: 8 Minuten Hier hinter dem Haus gibt es einen Wald, genau dort, wo einst der Todesstreifen West-Berlin von der DDR abtrennte. Jede Nacht kommt eine Rotte Wildschweine und wühlt in der Suhle, wo das abgeleitete Regenwasser versickert. Das Einzige, was den Garten von ihnen trennt, ist ein kleiner, nicht besonders solider Maschendrahtzaun. Regelmäßig fliehen wir vor ihnen beim Spaziergehen, wenn der Eber mal wieder im Gebüsch grunzt. Die schmackhaften Biester einfach jagen gehen, das dürfen wir natürlich nicht. Das verbietet der Staat, Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Fleisch, Brot und Reiswasser – Die Versorgung der englischen Armee um 1700 – Geschichtskrümel 77

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Lesezeit: 10 Minuten „Die Armee marschiert auf ihrem Magen“ ist ja eine alte Weisheit, nur muss das Essen auch irgendwoher kommen. Im Früh- und Hochmittelalter waren die Feudalherren meist für die Versorgung ihres eigenen Aufgebots zuständig. Sie brachten Vorräte von zu Hause mit oder erwarben sie auf Märkten, die teilweise eigens auf der Route eingerichtet wurden. Zur Heereslogistik im Mittelalter habe ich allerdings bereits einen ganzen Artikel geschrieben. Wie sah das nun aber um 1700 aus, als die stehenden Heere die Söldnerscharen des Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Alltagsleben in London um 1750 – Pound & Penny, was ist Geld wert? – Geschichtskrümel 71

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Lesezeit: 5 Minuten In der Themenserie „Alltagsleben in London“ haben wir viele Themen gestreift. Wie die Stadt aussah, wie die Leute lebten, wie die Bewohner der überfüllten Metropole sich bewegten und auch wie ihre Gesundheitsversorgung aussah. Immer wieder erwähnte ich dabei Preise von Dingen, z.B., was eine Perücke wert war und was es kostete, eine Kutschenfahrt zu buchen. Zum Abschluss möchte ich darum noch einmal einen Einblick geben in die Wirtschaft von London im 18. Jh., indem ich einen Überblick über einige Preise Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Alltagsleben in London um 1750 – Krankenhäuser & falsche Zähne – Geschichtskrümel 70

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Lesezeit: 9 Minuten Die hygienischen Umstände im alten London waren gerade für die Armen ziemlich grauenvoll. In die Themse zu fallen, war generell nicht anzuraten, denn das Wasser des Londoner Flusses war alles, nur nicht trinkbar. Die Medizin hatte sich derweil nur wenig entwickelt, doch immerhin wurden im frühen 18. Jh. reihenweise neue Krankenhäuser gebaut. Trotz allem heißt das nun nicht, dass die Bevölkerung der weltgrößten Metropole ihrer Zeit keinen Wert auf eine gesunde Lebensführung legte. Was das allerdings genau bedeutete und ob Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Alltagsleben in London um 1750 – Nachtschwärmer, Press-Gangs, Taschendiebe – Geschichtskrümel 69

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Lesezeit: 8 Minuten Die Straßen chaotisch, die Wohnungen der Armen winzige Kellerlöcher in Bruchbuden, die Stadthäuser der Reichen prächtig, aber weniger gewaltig, als man glauben mag. London um 1750 war ein interessantes Pflaster, das gänzlich anders war, als wir Städte heute kennen. Im Mittelpunkt jeder Stadt stehen aber ihre Menschen. Wer war also unterwegs im London des 18. Jh.? Kurz: Eine unfassbare Zahl von verschiedenen Leuten, viele in Berufen, die wir heute kaum noch kennen. Da es viel zu viele wären, um über Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Alltagsleben in London um 1750 – Hütten, Häuser & Paläste, wie es sich wohnte – Geschichtskrümel 68

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Lesezeit: 10 Minuten Auf den Straßen Londons war eine Menge los. Sänftenträger eilten von einem Ort zum anderen (und rempelten Leute an), die Reichen führten ihre Kutschen aus, und immer wieder blockierten Viehherden die Straßen, sodass sich Krämer und Diener an ihnen vorbeiquetschen mussten, während der Verkehr zum Stillstand kam. Doch irgendwo mussten die ganzen Menschen, welche auf den Straßen ihren Geschäften nachgingen, ja auch wohnen! Nur, wie sah die Wohnsituation im London von 1750 tatsächlich aus? The tired, the poor, the huddled Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Alltagsleben in London um 1750 – Unterwegs auf den Straßen der Stadt – Geschichtskrümel 67

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Lesezeit: 7 Minuten Die Straßen von London um 1750 waren dreckig, in einem schlechten Zustand und nachts kaum beleuchtet. Erst durch das große Aufräumen am Ende des Jahrhunderts änderte sich das. Doch wie war das eigentlich, wenn man sich durch die Straßen der Weltmetropole London bewegte? Der Verkehr London ist ja wie fast alle Großstädte bekannt für verstopfte Straßen und die ebenso vollgestopfte Londoner U-Bahn, die Tube. Und der Lärm der Großstadt erst … Überall Pferde, schief spielende Musikanten, schreiende Händler, johlende Kinder, Weiterlesen