Frühe Neuzeit

Waffenkunde 9: der Zweihänder

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Lesezeit: 9 Minuten Besondere Schwerter dominieren die Mythen und Legenden. Excalibur, Joyeuse, Durandal, Hrunting, Kusanagi und Zulfiqar; ja selbst das Schwert des Damokles. Das alles sind jedoch individuelle Waffen. Genauso legendär, wenn auch weniger mythisch, ist eine ganz bestimmte Art von Schwert: der Zweihänder. Willst du mehr über Schwerter im allgemeinen wissen, dannlegen wir dir den Waffenkundeartikel zum Schwert und der Artikel zur Benutzung des Schwerts ans Herz. Alle Artikel der Waffenkunde Was ist ein Zweihänder? Kurz gesagt: Ein riesiges Schwert. Man nehme Weiterlesen

Geschichte

Ehehindernisse im Frühmittelalter (500–1000) – Geschichtskrümel 33

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Lesezeit: 2 Minuten Heute geht es um die Ehe im Reich der Franken, genauer um einen Teilaspekt, nämlich warum eine Ehe nicht zustande kommen konnte oder wie man sich wieder scheiden ließ. Das fränkische Recht war in steter Entwicklung, und die zunehmende Christianisierung zwang die Gesellschaft dazu, nach und nach Kirchenrecht und althergebrachtes Recht einander anzugleichen. Vielleicht erinnern sich einige noch an meinen Artikel über die Wikinger-Ehe, welcher diesen Aspekt ebenfalls kurz anschneidet. Ehehindernisse Weltliches und kirchliches Recht waren sich in einer Sache Weiterlesen

Geschichte

Waffenkunde 8: Axt & Hacke

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Lesezeit: 13 Minuten Wieder eine Waffe, die ursprünglich ein Werkzeug gewesen ist. Zufall? Natürlich nicht, denn es sind genau die Eigenschaften, durch die eine Axt zu einem nützlichen Werkzeug wird, die sie auch zu einer wirksamen Waffe machen. Im Rollenspiel kennen wir Äxte vor allem als die bevorzugte Waffe von Zwergen und Nordmännern, gelegentlich auch in Händen von brutalen Orks. Die wenigsten wissen anscheinend, dass Äxte nicht nur bei Ottonormal-Wikingern, fettleibigen Tunnelwikingern und Wölfe reitenden Grünhautwikingern beliebt waren. Nein, die Axt ist eine Weiterlesen

Geschichte

Der Zweck der Ehe im Frühmittelalter (500–1000) – Geschichtskrümel 32

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Lesezeit: 3 Minuten „Das traditionelle Familienbild“ ist ja immer wieder Teil der politischen Debatten, hier in Deutschland wie auch anderswo. Viele dieser Ideen, welche unsere Ansichten prägen, gehen auf eine lange Tradition der theologischen, aber auch der weltlichen Vordenker zurück, die das normative Gerüst geschaffen haben, das erst seit Kurzem wieder unter einem neuen Licht gesehen wird und von dem wir als Gesellschaft in der heutigen Zeit immer mehr abweichen. Im Frühmittelalter stand die Ehe noch in einem Spannungsfeld aus althergebrachten Vorstellungen, wie Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Der Hausfrieden und das Recht zur Selbstverteidigung im Spätmittelalter – Geschichtskrümel 31

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Lesezeit: 3 Minuten Ehre, Freiheit und die Waffe an der Seite gehen Hand in Hand. Wer eine Waffe trägt, der kann sie wiederum auch einsetzen, ja muss sie sogar einsetzen. Die Freiheit, eine Waffe zu tragen, ging einher mit dem Anspruch, die eigene Ehre und den eigenen Besitz zu verteidigen. Ich nenne es hier einmal Freiheit, weil Rechte ein eher modernes Konzept sind, damals sprach man noch von Freiheiten, welche bestimmten Personengruppen bestimmte Vorzüge einräumten. Diese Freiheiten konnten an einzelne Personen, Personengruppen wie Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Geldwert in der Vormoderne – Teil 3: Iran um 1640 – Geschichtskrümel 30

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Lesezeit: 3 Minuten Nachdem ich in den vorhergehenden Betrachtungen vor einigen Monaten (Teil 1, Teil 2) bereits etwas über das europäische Mittelalter erzählt habe (vorrangig England, Frankreich und das Heilige Römische Reich), möchte ich nun ein wenig in die Ferne schweifen und etwas über das Einkommen von Arbeitern im safawidischen Iran erzählen. Das mittlere 17. Jh. gilt gemeinhin als eine „Blütezeit“ der Safawidenherrschaft (1501–1722), wo auch breitere Bevölkerungsschichten in Wohlstand leben konnten. Verglichen mit anderen asiatischen Ländern war Iran ein teures Pflaster. Das Weiterlesen

Geschichte

Recht im Frühmittelalter: Das fränkische Gericht – Geschichtskrümel 29

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Lesezeit: 3 Minuten Das Gerichtswesen der frühmittelalterlichen Bewohner des heutigen Frankreich und Deutschland unterscheidet sich deutlich vom römischen, auch wenn der Kontakt mit den Römern spürbaren Einfluss auf das Recht der „Barbaren“ hatte. Wie viel Einfluss das römische Denken hatte, das unterschied sich von Volk zu Volk. Das Gerichts- und Rechtswesen der Franken enthält von den überlieferten Volksrechten noch am deutlichsten „eigene“, vorrömische Elemente. Im fränkischen Königreich (Merowinger, Karl der Große etc.) unterlagen Unfreie oftmals dem Hofrecht und mussten zum Hofgericht ihres Herrn. Weiterlesen

Geschichte

Off with his head! Das Ende der Schlacht von Aughrim – Geschichtskrümel 28

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Lesezeit: 3 Minuten Die Tatsache, dass England und Irland eine bewegte Geschichte haben, welche sie in miteinander verbindet, ist ja gemeinhin bekannt. Die Wurzel der alten Zwistigkeiten ist alt. Sehr alt. Und sie zeigte sich immer und immer wieder. Nach dem Ende der Cromwell-Diktatur schwelte der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in den britischen Königreichen (England, Schottland, Irland) weiter. Als 1685 Jakob II. (Englisch: James II.) an die Macht kam, tauchte in Irland die Landfrage wieder auf: Wem gehörte das Land, wer sollte Weiterlesen