Geschichte

Die Spielleute: Verehrt und verachtet – Geschichtskrümel 39

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Lesezeit: 5 Minuten Das Bild der Spielleute hatte sich seit der Antike geändert, und im christlich geprägten Mittelalter waren die Spielleute genau wie die Henker, die Bettler und die Krüppel Teil der Randgruppen der Gesellschaft. Sie waren nicht sesshaft und standen damit außerhalb der „guten Ordnung“. Dabei muss man wissen, dass die Vorstellung der Gesellschaft anders als heute sehr viel statischer war. Es gab die Annahme einer prinzipiell korrekten, weil göttlichen, Ordnung der Welt. Diese klare Ordnung der Welt beinhaltete auch das Böse Weiterlesen

Antike

Die Spielleute: Vom Schamanen zum Spielmann – Geschichtskrümel 38

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Lesezeit: 4 Minuten Pen & Paper Rollenspiele sind voll davon: Musiker, Gaukler und andere Schausteller. Im realen Mittelalter waren sie ein bunt gemischter Haufen und hatten sich von den Geistheilern und Zaubersängern des Altertums weiterentwickelt. Die magische Komponente, welche der Musik in der Frühzeit zugesprochen wurde, blieb insofern erhalten, als auch die religiösen Rituale des Mittelalters Musik und Gesang enthielten. Das sakrale Element der Schamanen und Seher verschwand also nicht. Was sich jedoch veränderte, waren der soziale Stand und das Ansehen der Spielleute. Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Das Söldnerwesen im Mittelalter: Städte führen Krieg – Geschichtskrümel 36

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Lesezeit: 4 Minuten Die Brabanzonen waren erst einmal wieder in der Versenkung verschwunden oder man hatte sie in das feudale System eingebunden. 100 Jahre später läuteten die Fußtruppen dann nach und nach das Ende der Panzerreiter als dominantes Merkmal des Kriegswesens ein. Die adlige Kriegerkaste hatte ihr Monopol auf den Krieg verloren. Courtray: Fußtruppen bezwingen die Reiterei. Der gefürchtete „Furor Francorum“, also der nicht zu stoppende Ansturm französischer Panzerreiter, erwies sich bei der Schlacht von Courtray 1302 als nicht mehr zeitgemäß. Ein Heer Weiterlesen

Geschichte

Das Söldnerwesen im Mittelalter: Frühe Söldner – Geschichtskrümel 35

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Lesezeit: 5 Minuten Jeder kennt die Landsknechte. Viele haben schon von den Schweizer Söldnern gehört. Einigen sind die Genuesen bekannt. Aber wer kennt die Brabanzonen? Bei Söldner denken die meisten sofort an die Pikenhaufen des Spätmittelalters und die Landsknechte mit ihren Gewalthaufen voller Piken, Hellebarden, Zweihändern und Katzbalgern, die den Schweizern nach und nach im 15. und 16. Jh. den Rang abgelaufen haben. Auch die Söldnerheere des Dreißigjährigen Kriegs sind den meisten ein Begriff. Aber was war eigentlich vorher? Warum hören wir nichts Weiterlesen

Geschichte

Ehescheidung im Frühmittelalter (500–1000) – Geschichtskrümel 34

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Lesezeit: 4 Minuten Letzte Woche habe ich darüber geschrieben, was eine Ehe verhindern kann. Aber was passiert, wenn man eine Ehe scheiden will? Heißt es nicht eigentlich „bis dass der Tod uns scheidet“? Nicht ganz. Die Kirche vertrat hier natürlich eine klare Position, aber das frühmittelalterliche Recht orientierte sich längst nicht nur an den Wünschen der Pfaffen und Kirchenherren! Scheidungsgründe Bevor das Kirchenrecht nach und nach Scheidungsgründe ausräumte, gab es so einiges, was zur Scheidung herhalten konnte: Musste ein Partner aufgrund einer Fehde Weiterlesen

Geschichte

Ehehindernisse im Frühmittelalter (500–1000) – Geschichtskrümel 33

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Lesezeit: 2 Minuten Heute geht es um die Ehe im Reich der Franken, genauer um einen Teilaspekt, nämlich warum eine Ehe nicht zustande kommen konnte oder wie man sich wieder scheiden ließ. Das fränkische Recht war in steter Entwicklung, und die zunehmende Christianisierung zwang die Gesellschaft dazu, nach und nach Kirchenrecht und althergebrachtes Recht einander anzugleichen. Vielleicht erinnern sich einige noch an meinen Artikel über die Wikinger-Ehe, welcher diesen Aspekt ebenfalls kurz anschneidet. Ehehindernisse Weltliches und kirchliches Recht waren sich in einer Sache Weiterlesen

Geschichte

Der Zweck der Ehe im Frühmittelalter (500–1000) – Geschichtskrümel 32

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Lesezeit: 3 Minuten „Das traditionelle Familienbild“ ist ja immer wieder Teil der politischen Debatten, hier in Deutschland wie auch anderswo. Viele dieser Ideen, welche unsere Ansichten prägen, gehen auf eine lange Tradition der theologischen, aber auch der weltlichen Vordenker zurück, die das normative Gerüst geschaffen haben, das erst seit Kurzem wieder unter einem neuen Licht gesehen wird und von dem wir als Gesellschaft in der heutigen Zeit immer mehr abweichen. Im Frühmittelalter stand die Ehe noch in einem Spannungsfeld aus althergebrachten Vorstellungen, wie Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Der Hausfrieden und das Recht zur Selbstverteidigung im Spätmittelalter – Geschichtskrümel 31

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Lesezeit: 4 Minuten Ehre, Freiheit und die Waffe an der Seite gehen Hand in Hand. Wer eine Waffe trägt, der kann sie wiederum auch einsetzen, ja muss sie sogar einsetzen. Die Freiheit, eine Waffe zu tragen, ging einher mit dem Anspruch, die eigene Ehre und den eigenen Besitz zu verteidigen. Ich nenne es hier einmal Freiheit, weil Rechte ein eher modernes Konzept sind, damals sprach man noch von Freiheiten, welche bestimmten Personengruppen bestimmte Vorzüge einräumten. Diese Freiheiten konnten an einzelne Personen, Personengruppen wie Weiterlesen