Antike

Vorchristliche Wurzeln: Eine kurze Geschichte der Weihnacht – Geschichtskrümel 41

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Lesezeit: 9 Minuten Weihnachten, das ist doch das Fest, an dem der Geburtstag von Jesus gefeiert wird, nicht wahr? Nun… auch das! Aber eben nicht nur. Die Geschichte der „traditionellen Weihnacht“, wie sie vielen Leuten aus ihrer Kindheit in warmer Erinnerung geblieben ist, hat noch keine 200 Jahre auf dem Buckel. Weihnachtsbaum, singende Kinder, Geschenke unterm Tannengrün und die Christkind-Krippe sind recht neu, wenn man die lange Geschichte Europas betrachtet. Nicht aber die Festlichkeiten im Dezember. Die, die sind alt! Bereits im alten Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Von der Inokulation zur Impfung. Der Kampf gegen die Pocken – Geschichtskrümel 37

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Lesezeit: 6 Minuten Was Epidemien vor den Durchbrüchen der modernen Medizin alles anrichten konnten, ist ja gemeinhin bekannt. „King Cholera“ wurde nicht umsonst als teuflischer Sensenmann dargestellt, der vor niemandem halt machte. Auch der Schwarze Tod ist jedem ein Begriff. Es ist wieder Grippezeit, und wir haben uns vor einer Weile gegen Grippe (Influenza) impfen lassen, eine der gefährlichen Krankheiten, die unsere fragilen Gesellschaften bedrohen. Eine mittlerweile fast vergessene Krankheit sind die Pocken. Kaum jemand weiß heute noch, was es mit den Pocken Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Das Söldnerwesen im Mittelalter: Städte führen Krieg – Geschichtskrümel 36

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Lesezeit: 4 Minuten Die Brabanzonen waren erst einmal wieder in der Versenkung verschwunden oder man hatte sie in das feudale System eingebunden. 100 Jahre später läuteten die Fußtruppen dann nach und nach das Ende der Panzerreiter als dominantes Merkmal des Kriegswesens ein. Die adlige Kriegerkaste hatte ihr Monopol auf den Krieg verloren. Courtray: Fußtruppen bezwingen die Reiterei. Der gefürchtete „Furor Francorum“, also der nicht zu stoppende Ansturm französischer Panzerreiter, erwies sich bei der Schlacht von Courtray 1302 als nicht mehr zeitgemäß. Ein Heer Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Waffenkunde 9: der Zweihänder

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Lesezeit: 11 Minuten Besondere Schwerter dominieren die Mythen und Legenden. Excalibur, Joyeuse, Durandal, Hrunting, Kusanagi und Zulfiqar; ja selbst das Schwert des Damokles. Das alles sind jedoch individuelle Waffen. Genauso legendär, wenn auch weniger mythisch, ist eine ganz bestimmte Art von Schwert: der Zweihänder. Wer mehr über Schwerter wissen möchte, dem legen wir den Waffenkundeartikel zum Schwert und der Artikel zur Benutzung des Schwerts ans Herz. Alle Artikel der Waffenkunde Was ist ein Zweihänder? Kurz gesagt: Ein riesiges Schwert. Man nehme die landestypische Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Der Hausfrieden und das Recht zur Selbstverteidigung im Spätmittelalter – Geschichtskrümel 31

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Lesezeit: 4 Minuten Ehre, Freiheit und die Waffe an der Seite gehen Hand in Hand. Wer eine Waffe trägt, der kann sie wiederum auch einsetzen, ja muss sie sogar einsetzen. Die Freiheit, eine Waffe zu tragen, ging einher mit dem Anspruch, die eigene Ehre und den eigenen Besitz zu verteidigen. Ich nenne es hier einmal Freiheit, weil Rechte ein eher modernes Konzept sind, damals sprach man noch von Freiheiten, welche bestimmten Personengruppen bestimmte Vorzüge einräumten. Diese Freiheiten konnten an einzelne Personen, Personengruppen wie Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Geldwert in der Vormoderne – Teil 3: Iran um 1640 – Geschichtskrümel 30

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Lesezeit: 3 Minuten Nachdem ich in den vorhergehenden Betrachtungen vor einigen Monaten (Teil 1, Teil 2) bereits etwas über das europäische Mittelalter erzählt habe (vorrangig England, Frankreich und das Heilige Römische Reich), möchte ich nun ein wenig in die Ferne schweifen und etwas über das Einkommen von Arbeitern im safawidischen Iran erzählen. Das mittlere 17. Jh. gilt gemeinhin als eine „Blütezeit“ der Safawidenherrschaft (1501–1722), wo auch breitere Bevölkerungsschichten in Wohlstand leben konnten. Verglichen mit anderen asiatischen Ländern war Iran ein teures Pflaster. Das Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Die Mühle von Auriol: Ein Spezialeinsatz mit Pulver und Schwert – Geschichtskrümel 22

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Lesezeit: 10 Minuten Nachdem Kaiser Karl V. auf seinem Feldzug nach Frankreich gerade so dem Tod entronnen war, musste er sich einem weiteren Problem zuwenden. Die Strategie der verbrannten Erde, welche seine Feinde anwandten, schien aufzugehen! (Zur Vorgeschichte, Teil 1) Die habsburgischen Truppen hatten ihr Lager in Aix aufgeschlagen, der Hauptstadt der Provence. Damit Karls Armee ihren Feldzug fortsetzen oder auch nur aus der Provence ausbrechen konnte, brauchte er Nachschub, und zwar zügig. Die Flotte des berühmten genuesischen Admirals Andrea Doria, welche Vorräte Weiterlesen

Frühe Neuzeit

Avignon und das Attentat auf Karl V. – Geschichtskrümel

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Lesezeit: 3 Minuten Während des dritten Habsburgisch-Französischen Krieges hatte sich die französische Generalität ordentlich ins Zeug gelegt, das eigene Land zu verwüsten (zur Vorgeschichte in Teil 1), um die deutlich überlegenen habsburgischen Truppen zurück nach Italien zu treiben. Ihr Plan hatte jedoch eine Schwachstelle: Avignon. Die Stadt unterstand dem Papst, einem Verbündeten der Habsburger, und Frankreich als katholisches Land konnte sich keine Belagerung leisten. Der französische König Franz fürchtete ein PR-Desaster, falls die protestantischen deutschen Söldner – seine besten Leute – die päpstliche Weiterlesen