Frühe Neuzeit

Geldwert in der Vormoderne – Teil 3: Iran um 1640 – Geschichtskrümel 30

Veröffentlicht am

Lesezeit: 3 Minuten Nachdem ich in den vorhergehenden Betrachtungen vor einigen Monaten (Teil 1, Teil 2) bereits etwas über das europäische Mittelalter erzählt habe (vorrangig England, Frankreich und das Heilige Römische Reich), möchte ich nun ein wenig in die Ferne schweifen und etwas über das Einkommen von Arbeitern im safawidischen Iran erzählen. Das mittlere 17. Jh. gilt gemeinhin als eine „Blütezeit“ der Safawidenherrschaft (1501–1722), wo auch breitere Bevölkerungsschichten in Wohlstand leben konnten. Verglichen mit anderen asiatischen Ländern war Iran ein teures Pflaster. Das Weiterlesen

Geschichte

Recht im Frühmittelalter: Das fränkische Gericht – Geschichtskrümel 29

Veröffentlicht am

Lesezeit: 4 Minuten Das Gerichtswesen der frühmittelalterlichen Bewohner des heutigen Frankreich und Deutschland unterscheidet sich deutlich vom römischen, auch wenn der Kontakt mit den Römern spürbaren Einfluss auf das Recht der „Barbaren“ hatte. Wie viel Einfluss das römische Denken hatte, das unterschied sich von Volk zu Volk. Das Gerichts- und Rechtswesen der Franken enthält von den überlieferten Volksrechten noch am deutlichsten „eigene“, vorrömische Elemente. Im fränkischen Königreich (Merowinger, Karl der Große etc.) unterlagen Unfreie oftmals dem Hofrecht und mussten zum Hofgericht ihres Herrn. Weiterlesen

Geschichte

Off with his head! Das Ende der Schlacht von Aughrim – Geschichtskrümel 28

Veröffentlicht am

Lesezeit: 3 Minuten Die Tatsache, dass England und Irland eine bewegte Geschichte haben, welche sie in miteinander verbindet, ist ja gemeinhin bekannt. Die Wurzel der alten Zwistigkeiten ist alt. Sehr alt. Und sie zeigte sich immer und immer wieder. Nach dem Ende der Cromwell-Diktatur schwelte der Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken in den britischen Königreichen (England, Schottland, Irland) weiter. Als 1685 Jakob II. (Englisch: James II.) an die Macht kam, tauchte in Irland die Landfrage wieder auf: Wem gehörte das Land, wer sollte Weiterlesen

Geschichte

Waffenkunde 7: Hammer, Keule, Kolben

Veröffentlicht am

Lesezeit: 8 Minuten Die wohl primitivste Art und Weise, die Wirkung der eigenen Körperkraft zu verstärken, ist es, einen Stock oder einen Stein zu ergreifen und damit zuzuschlagen. Während sich aus dem Stein in der Faust der Faustkeil entwickelte und letztlich Dolch und Schwert, so entstand aus dem Stock, neben dem bereits in einem vorangegangenen Artikel behandelten Speer, die Keule und mit ihr auch alle anderen Formen stumpfer Schlagwaffen. Mit diesen möchten wir uns nun etwas genauer befassen und werfen daher einen Blick Weiterlesen

Geschichte

König Edwards Kriegsvorbereitungen – Geschichtskrümel 27

Veröffentlicht am

Lesezeit: 5 Minuten Ich habe in letzter Zeit viel über Krieg geschrieben: Schlachten, Belagerungen usw. Heute möchte ich einmal einen Blick darauf werfen, was eigentlich vorher geschieht. Was für Equipment muss herangeschafft werden, wie werden die Soldaten gesammelt und … was kostet das eigentlich alles? Bevor König Edward III. von England 1346 seine Landung in der Normandie durchführen konnte, musste er erst einmal eine Armee aufstellen. Damit begann er bereits im Oktober 1345, denn das war eine aufwendige und kostspielige Affäre. Den gesamten Winter Weiterlesen

Geschichte

Sturmangriff auf eine mittelalterliche Stadt

Veröffentlicht am

Lesezeit: 9 Minuten War der gute Wille der Belagerer erst einmal ausgeschöpft, gingen die Vorräte der Armee zur Neige und waren die Verteidiger nicht willens, sich zu ergeben, dann musste sich ein mittelalterlicher Heerführer eventuell für einen Sturmangriff entscheiden. Im letzten Teil der Reihe „Fantasy-Krieg oder Kriegsfantasien“ habe ich darüber geschrieben, wie eine Belagerung vonstattengeht und warum ein General sich für die Belagerung statt für den Sturm entscheidet. Aber was passiert, wenn er keine Wahl hat? Dann muss er irgendwie in die Stadt Weiterlesen

Geschichte

Von der Verräterjagd – Geschichtskrümel 26

Veröffentlicht am

Lesezeit: 5 Minuten Antiochia, 1097. Yaghi-Siyan, der muslimische Statthalter von Antiochia, sah seine Stadt durch die europäischen und die byzantinischen Kreuzfahrer bedroht. Er war sich bewusst, dass die größte Gefahr für seine Stadt nicht etwa die Kampfkraft der europäischen Ritter, sondern Tricksereien des Feindes und Verräter in den eigenen Reihen waren. (Mehr zu mittelalterlichen Belagerungen) Bereits die Lehrbücher der Römerzeit, aber auch neuere Werke, egal ob byzantinischer, europäischer oder muslimischer Herkunft, warnten genau davor. Allerlei Hinweise und hilfreiche Strategien fanden sich in den Weiterlesen

Geschichte

Eine kurze Einführung in die Kunst der Belagerung

Veröffentlicht am

Lesezeit: 16 Minuten Wahrscheinlich hatten viele von euch schon einmal eines dieser „Was ist Was?“-Bücher in der Hand. Ich hatte so eins über Burgen und Ritter, als ich klein war. Darin war dann alles fein säuberlich aufgeführt. Die Wehrerker, Zinnenbau, wo die Toiletten sind, wie einige Leute gerade einen Tunnel unter die Mauer buddeln und so weiter. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass die meisten Grundthemen nur schon durch Film und Fernsehen jedem einigermaßen bekannt sind. Die eine Seite hat eine Mauer, Weiterlesen