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Gier, Geld und Glaube in der italienischen Inquisition – Geschichtskrümel 81

Lesezeit: 10 Minuten

Galileos Anklage vor der Inquisition Roms

Nobody expects… the Italian Inquisition?“

Ah, Monty Python… und natürlich die spanische Inquisition, über die sich dieser klassische Sketch lustig macht. Die war nicht nur grausam, sondern auch überaus berüchtigt. Wenn wir heutzutage „Inquisition“ hören, dann denken wir meist an die Gestalten eines Großinquisitors Torquemada oder andere Folterinstrumente schwingende Spanier in feuerroten Kutten, die unablässig irgendwo Hexen, Häretiker und Juden jagen.

Allerdings hatten auch andere Länder eine Inquisition. Der Inquisitionsprozess war eigentlich ein Gerichtsverfahren, das dazu gedacht war, die altmodischen Rechtsgewohnheiten aus der Frankenzeit zu erneuern. Eide und Eideshelfer sollten weniger wichtig werden und Sachbeweise – was Zeugen einschließt – stärker einbezogen werden. Papst Innozenz III. legitimierte dieses Verfahren gegen Ende des 12.Jh.

Zu Beginn war das Inquisitionsverfahren eigentlich nur dazu vorgesehen, widerspenstige oder abtrünnige Bischöfe und Äbte bestrafen und absetzen zu können, damit man ihnen Amt und Rechte absprechen konnte. Gegen Ketzer richtete es sich nicht. Doch gut 50 Jahre später entwickelte man in Frankreich den Ketzerprozess, der darauf basierte und die Grundlage für die späteren Hexenprozesse lieferte. Die Folter, die kam ins Spiel, weil der Inquisitionsprozess eine nachvollziehbare Beweisführung vorsah, was bedeutete, dass man entweder ein Geständnis brauchte oder mindestens zwei übereinstimmende Zeugenaussagen. Dabei bediente man sich bei der rechtlichen Begründung im römischen Recht.

Die italienische Inquisition

Doch darum geht es hier nur indirekt! Inquisitoren sorgten in Italien ab 1230 innerhalb der Kirche für „Ordnung“ und jagten Ketzer. In Italien, ebenso wie anderswo, geschah das durch eingesetzte Inquisitoren, die zusammen mit einem Stab an Mitarbeitern als Amtsleute der Kirche ihren Dienst taten. Anders als im Klischee verbrannten sie nicht reihenweise Leute. Meistens ging es um Geldstrafen, öffentliche Schandstrafen oder den Freikauf von diesen.

Dabei hantierten die Inquisitoren mit gewaltigen Geldsummen! Und damit sind wir beim Thema angekommen: der Versuchung. Denn diese war groß. Nicht nur für die Gläubigen, sondern gerade auch für die Inquisitoren.

Bettelmönche mit dicken Koffern

Viele der Inquisitoren kamen aus den großen Mönchsorden. Doch gerade Dominikaner und Franziskaner, die ja sogenannte Bettelorden waren, verpflichteten sich eigentlich zu Armut und einem Leben in Bescheidenheit. Durch die Amtsstuben der Inquisitoren zirkulierte jedoch eine Menge Geld – mit nur wenig Aufsicht über die Geldströme. Einige der Betroffenen schafften es, ihren Armutsgelübden Folge zu leisten – andere hingegen führten das Leben eines Fürsten.

Inquisitor, das war eben auch der Posten eines Geschäftsführers. Schreiber, Helfer, Diener – sie alle arbeiteten im „Betrieb“ des jeweiligen Inquisitors. Der Inquisitor von Florenz hatte beispielsweise in den Jahren von 1332 bis 1334 einen Ertrag – nicht Umsatz – von fast vier Millionen heutiger Euros! Der Mann verfügte über gewaltige Summen. Er verband also Macht und Einfluss mit Geld.

Persönliche Annehmlichkeiten

Die erste Missbrauchsmöglichkeit war demnach ein Lebensstil, der die Definition von „Bettelmönch“ strapazierte. Es mussten nicht einmal Wein, Weib und Gesang sein. Einige der Inquisitoren bedienten extravagante Hobbys wie das Sammeln von aufwendig gearbeiteten Büchern und Illuminationen. Auch edle Stoffe oder prächtige Becher sprachen nicht die Sprache eines Bettlers. Das kleine Extra, das den Mächtigen vom Bettler abhebt.

Macht und Einfluss

Was frei verfügbares Kapital auch mit sich bringt, ist die Möglichkeit, sich Gefälligkeiten zu kaufen: durch Patronage. Es war gemeinhin üblich, dass mächtige Leute andere mit Posten belohnten, aber es war an sich nicht Aufgabe eines Inquisitors. Hier einen Getreuen in ein Amt befördert, dort einen Richter mit einem lukrativen Posten als Berater versehen oder auch einfach nur einem hilfreichen Glaubensbruder ein neues Gewand gekauft.

All das verschaffte einem Gefallen, denn eine Hand wäscht die andere. Spätestens, wenn der Inquisitor aufsteigen wollte, hatte er damit eine Machtbasis an der Hand, um seine Karriere zu befördern.

Besonders perfide war es auch, die Macht des Amtes direkt zu missbrauchen: Eigentum von Ketzern wurde konfisziert und verkauft. Zu einem Preis, den der Inquisitor beeinflussen konnte. Es kam also immer wieder vor, dass Freunde, Familie und politische Verbündete zu Spottpreisen an Land und Material kamen. Immer wieder deckten päpstliche Ermittler Skandale auf, wo die Ausgaben in den Büchern aufgebläht wurden, oder die Inquisitoren Quittungen unter den Tisch fallen ließen, um die Gewinne zu schmälern, denn diese wurden dreigeteilt zwischen der Inquisition, der Kirche als einem Ganzen und den weltlichen Behörden.

Gefahren für Moral und Seele

Neben dem Geld bot auch das Amt selbst mehrere Herausforderungen. Zum einen hantierte der Inquisitor regelmäßig mit Folter und Strafe. Der ständige Umgang mit Ketzern und Sündern konnte auch aus dem freundlichsten Mann bald einen Zyniker machen. Die Folter sollte ein Inquisitor im Übrigen nicht persönlich durchführen, aber es kam natürlich dennoch vor.

Ebenso gab es Inquisitoren, die nicht gefeit waren gegen den Drang nach Sex! Wenn es Strafen in den Bußbüchern dafür gab, dann war es nur logisch, dass auch Kleriker immer wieder ihren Zölibat brachen. Warum sollte das ausgerechnet bei reichen und mächtigen Inquisitoren anders sein?

Immer wieder gab es zudem Unkenrufe aus dem Volk, dass die Inquisitoren von einem sehr hohen Ross aus agierten. Überheblichkeit und selbstherrliches Verhalten passten zum zielstrebigen Mindset, dass jedoch für die Arbeit von Inquisitoren nötig war. Hier die richtige Balance zu wahren, gelang nicht allen von ihnen.

Aber: Es gab auch diejenigen, die ihren Armutsgelübden treu blieben. Eine zweite Gruppe schlug nur so weit über die Stränge, dass sie aus den Augen verloren, dass sie Bettelmönche waren, nutzten das Geld aber nicht, um sich aktiv und nachhaltig zu bereichern. Die dritte Gruppe, nun, die war genau, wie das Klischee vorgibt: gierig, machtbewusst und politisch aktiv.

Missbrauch für das Gute?

Eine ungewöhnliche Art der Versuchung darf nicht unerwähnt bleiben: Macht- und Geldmissbrauch mit guten Absichten. Prächtige Stiftungen für die Kirche und Geld für das Vorantreiben des richtigen Glaubens waren ebenfalls eine Versuchung, der manche Inquisitoren erlagen. Es musste nicht immer persönliche Lust, Gier oder Machtstreben sein. Mittelalterlicher Glaube und Moral waren schließlich nicht eindimensional, sondern vielschichtig und facettenreich, sodass ein gläubiger Inquisitor sich durchaus vor der Wahl sah, wie er das Geld nutzte. Was, wenn gerade er die richtige Person zu sein schien, um all das Geld zu nutzen, das er von vermeintlichen oder echten Ketzern einzog?

Gewonnen – und nun?

Ursprünglich war die Inquisition in Italien begründet worden, um die Katharer-Häresie zu bekämpfen. Nur, um 1300 herum war das erledigt! Was nun? Damit die Inquisition nicht zusammenbrach, brauchte sie neue Fehler, die Ketzer begehen konnten, und neue Einkommensquellen.

Ketzer! Ketzer! Nur, wie geht’s weiter?

Ein wichtiger Teil des Missbrauchspotenzials kam aus dem Zusammenspiel der weltlichen Amtsleute mit dem Inquisitor, denn keiner von beiden konnte den Prozess allein über die Bühne bringen. Der Inquisitor stellte zwar die Schuld fest, aber die weltlichen Behörden stellten die Büttel, das Gefängnis und kümmerten sich um den Einzug von Eigentum, das durch „ketzerische Verkommenheit“ beschmutzt war, um es zu veräußern.

Nach dem Sieg über die Katharer gegen 1300 verfestigte sich die Struktur der Inquisition, die sich zu einer festen Institution mauserte. Dabei zog sie auch immer mehr von den Aufgaben der weltlichen Behörden an sich, was die Verantwortlichkeiten immer unklarer werden ließ – und auch bedeutete, dass der Inquisitor selbst an Macht gewann. Besonders wichtig: Nach und nach beschlagnahmten und verkauften die Inquisitoren Eigentum direkt selbst, statt das über die öffentliche Hand zu erledigen.

Der Inquisitor als Vermieter

Je stärker die Inquisition sich verselbstständigte, desto aktiver wurden auch einige der Inquisitoren. Einige trieben es sogar so weit, dass sie beschlagnahmtes Eigentum gar nicht mehr veräußerten, sondern als Eigentum der Inquisition behielten, um es dann zu vermieten. Schließlich wuchsen auch die Kosten: Inquisitoren kauften Gebäude, um darin ihr Amt anzusiedeln, bauten eigene Gefängnisse und erwarben Anwesen, um dort ihren sozialen Zirkel unterzubringen. Das eine Drittel, das einst für die laufenden Kosten gedacht war, reichte schlicht oft nicht mehr aus! Die einzige Kontrollinstanz für die ausufernden Kosten war das eigene Gewissen.

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Das Dilemma der Bettelmönche

Bettelmönch zu sein, das ging einher mit verschiedenen Gelübden und strikten Verhaltensregeln. Der Kern waren Armut und ein Lebensstil der Genügsamkeit. So weit, so simpel. Aber was heißt das?

Einfaches Essen, einfache Kleidung

Das fängt mit dem täglichen Brot an. Die Mahlzeit eines Mitglieds des Dominikaner- oder des Franziskanerordens sollte eine einfache vegetarische Kost mit Fisch sein. Fleisch war den Kranken vorbehalten. Im Kontrast dazu war Fleisch für weltliche Würdenträger ein Statussymbol und Teil der Vorzüge des eigenen Reichtums.

Die Kleidung sollte aus einfachen Stoffen bestehen, Fell und Leder waren verboten. Nur, ein Inquisitor ist ein Würdenträger, jemand, der Respekt erzeugen sollte, wenn er einen Raum betritt. Viel wichtiger: Die Winter in den italienischen Bergen sind genauso kalt wie anderswo! Einfaches Leinen reicht nicht. Regenmäntel brauchen Leder, Winterkleidung braucht Fell – daran führt kein Weg vorbei.

Dann sind da noch die beiden winzigen Problemchen, dass ein Bettelmönch alle Wege zu Fuß zurücklegen und nicht mit Geld hantieren sollte. Warum das für einen Inquisitor schwierig ist, ist offensichtlich: Fußwege dauern ewig, und Geld ist das Kerngeschäft der Inquisition.

Inquisitoren sind keine Eremiten

Alle diese Probleme wurden dadurch verstärkt, dass Inquisitoren sich gerade nicht in einsamen Klöstern aufhielten, sondern die ganze Zeit unterwegs waren. Sie arbeiteten mit Angestellten zusammen, trafen sich mit weltlichen Würdenträgern, hatten Personal, das bezahlt werden musste, und reisten regelmäßig weite Strecken.

Die anderen Mitglieder der Kirche waren übrigens nicht immer hilfreich. Bischöfe und die Priester großer Kathedralen waren nicht bekannt für ihren zurückhaltenden Lebensstil. Kirchenfürsten lebten auch wie Fürsten! Die Bettelorden und die reguläre Kirche standen sich hier immer wieder gegenüber.

Die Ordensführung mahnt

Eine besonders paradoxe Weisung von 1267 besagte, dass kein Dominikaner einen Ketzer persönlich gefangen nehmen durfte. Direkt danach wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass nicht mit Geld hantiert werden solle. Der Zusammenhang ist klar: Der Inquisitor soll nicht wie ein Büttel Leute festsetzen und ihnen ihre Strafen abnehmen.

Ein Jahr später akzeptierte der Orden immerhin, dass ein Inquisitor hin und wieder ein Pferd reiten muss – mit dem expliziten Hinweis, dass alle Wege zu Fuß erledigt werden sollen, die nicht anders beschritten werden können. Das galt auch noch mehrere Jahrzehnte später. Manchmal wurden auch seltsame Zwischenwege gewählt: die Franziskaner in Florenz mieteten zwar Pferde, aber schickten sie nach Ankunft unter der Aufsicht eines Dieners zurück.

Gleichzeitig musste der Inquisitor fast zwingend Geld mit sich führen, denn Pferde mussten untergebracht und gefüttert werden. Viele Klöster und andere Ordenseinrichtungen weigerten sich nämlich, die Pferde bei sich unterzubringen.

Geld muss fließen

Das größte Problem war natürlich das Verbot, mit Geld zu hantieren, das ständig mit praktischen Problemen zusammenstieß. Klar, Geldstrafen beinhalteten Bargeld. Das konnte man umgehen, indem man beispielsweise einen Vertrauten hatte, der die Geldbörse verwaltete – der kostete dann allerdings selbst wieder Geld. Mino da San Quirico, der Florentiner Inquisitor mit den vier Millionen Euro Gewinn wiederum hatte eine ganz eigene Lösung, um die Ordensregel einzuhalten: Wann immer er Leute mit Anschuldigungen erpresste, forderte er sie auf, das Geld direkt in seine Börse zu legen, sodass er seine Hände nicht damit „beschmutzen“ musste.

Aber auch ehrliche Inquisitoren konnten nicht ohne Geld ihren Arbeiten nachgehen. Bare Münze war schließlich gar nicht der Normalfall. Oftmals mussten die Schulden von Ketzern eingetrieben werden, indem der Inquisitor die Gläubiger eines Ketzers heimsuchte, um ausstehende Zahlungen einzufordern. Regelmäßig geriet er dabei in Kontakt mit Bankern und anderen Leuten des Geldes. Das war auch nicht immer so schlecht für den Tagesbetrieb: Wie jedes Geschäft konnte auch die Inquisition hin und wieder Cashflow-Probleme haben, dann war ein Kredit nötig, um den Betrieb aufrechtzuerhalten.

Geldstrafen

Die Orden hätten Geldstrafen am liebsten verboten, denn dann wäre die Versuchung stark eingeschränkt gewesen. Da die Inquisitoren aber große Freiheiten genossen, die direkt vom Papst kamen, blieben diese Versuche wirkungslos.

Als dann nach und nach die Ketzer weniger wurden, mussten die Inquisitoren kreativ werden. Geldstrafen wurden häufiger, gerade, weil sie kein großer Eingriff sein mussten. Genau wie die Kirche andere Sünden gegen Geld vergeben konnte, ahndeten die Inquisitoren echte und ausgedachte Sünden mit Geldstrafen.

Schnell einmal wurde die Hand aufgehalten für solche Vergehen wie das Essen von Fleisch in der Fastenzeit oder die Abwesenheit vom Verlesen päpstlicher Briefe. Hier von „Ketzerei“ zu sprechen, fällt schwer.

Standhaft, würdig, arm – Positivbeispiele

Die Gefahren zur Sünde waren groß, aber nicht alle Inquisitoren der Bettelorden erlagen der Versuchung. Nehmen wir beispielsweise Francesco da Pocapaglia. Seine verhängten Strafen waren angemessen und seine Kosten überschaubar.

Der reisende Inquisitor

Er war ein reisender Inquisitor, kein städtischer Amtsinhaber. Er reiste stets von einem Ort zum anderen, und dennoch waren seine Kosten recht gering. 1307 sammelte er gerade einmal 6 lire Reisespesen an. Für sich und seine beiden Begleiter zusammen. Zum Vergleich: Eine Einschätzung für eine Rechtsfrage kostete bei einem der Richter von König Robert von Neapel 2,5 lire.

Francesco erwarb in zehn Jahren auch keine protzigen Gewänder. Er kaufte in dieser Zeit nur 5 einfache Ordensgewänder und dazugehörige Schulterkleider. Für die Unterkleidung reichten ihm sogar 4, und für den Winter taten es 2 Wollgewänder. Wie gesagt: in zehn Jahren. Nur für den Besuch beim König erwarb er etwas zusätzliche Kleidung. Gekaufte Ausrüstung vermerkte er zudem schriftlich, um sie seinem Nachfolger zukommen zu lassen.

Der größte Kostenpunkt für diesen reisenden Inquisitor waren die Pferde, die mehr Geld verschlangen, als er für sich und seine Begleiter ausgab!

Gut zu Fuß

Thomas de Garzano wiederum schien das Gebot, auf Pferde zu verzichten, ernst zu nehmen! Er war von 1297 bis 1305 in Genua als Inquisitor tätig, und seine Buchhaltung spricht eine klare Sprache. Sein Arbeitsgebiet war eine hügelige voralpine Landschaft mit vielen kleinen Dörfern, schlechten Wegen und einer Menge Stock und Stein.

Die erste Anschaffung zum Beginn seiner Amtszeit waren ein Paar Schuhe und ein Paar Wanderstiefel! Diese hatte er bereits nach 4 Monaten ausgelatscht. Zum Beginn des Winters musste er beide Paare austauschen. In den sechs Jahren danach hat er 14 Mal neue Schuhe gekauft oder Reparaturen durchführen lassen.

Obwohl er regelmäßig die weltlichen Aufgaben mit denen der Inquisition vermischte, kaufte er nur einmal im Jahr neue Gewandung, immer zum Konzil seiner Kirchenprovinz. Da die Gegend, in der er tätig war, aber schwierig zu verwalten war, ist es nachvollziehbar, dass die Amtswege immer wieder zu lang waren und er Dinge selbst in die Hand nahm. Seine Ausgaben für Lebensmittel, ebenso wie für Kleidung und Schuhe zeigen aber: Es war durchaus möglich, die Anforderungen an das Mönchsein mit den Aufgaben eines Inquisitors unter einen Hut zu bringen.

Dennoch war die Versuchung groß, und die Aufgaben eines Inquisitors führten ihn immer wieder an die Schnittstellen von weltlicher und kirchlicher Macht.

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Geschichtskrümel“ ist eine wöchentlich erscheinende Serie aus Kurzartikeln. Sie soll Autoren, Spielern und Spielleitern als Anregung dienen und Inspiration fürs Rollenspiel oder Geschichten bieten. Die Geschichtskrümel drehen sich um historische Ereignisse oder Themen, über die ich in meinem Alltag stolpere. Sie sind manchmal lehrreich, manchmal skurril und manchmal einfach nur lustig.

Quellen

  • Lambert, M. (2001). Häresie im Mittelalter. Von den Katharern bis zu den Hussiten (R. Niemann, trans.). Darmstadt: WBG.
  • Moore, J. (2016). Temptation and the Medieval Italian Inquisition. In S. Farmer (Ed.), Approaches to Poverty in Medieval Europe (pp. 117–144). Turnhout: Brepols.
  • Trusen, W. „Inquisitionsprozeß“. In Lexikon des Mittelalters (Online) (Band 5, Spalten 441–442).
  • Wesel, U. (2010). Geschichte des Rechts in Europa. Von den Griechen bis zum Vertrag von Lissabon. München: Beck.
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