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Ein Schwert

Lesezeit: 2 Minuten

Der reguläre Wochenendartikel mag zwar ausgefallen sein (siehe vorangegangenen Beitrag), aber so ganz im Regen stehen lassen wollen wir euch heute dann doch nicht.

Daher hier ein Bild von einem hübschen Schwert.

Dieses Schwert ist in Anlehnung an den Stil eines TypVIII 0M3 nach Oakeshott entworfen worden. Es handelt sich also um ein Schwert jener Gruppe, die oft als sogenanntes Wikingerschwert bezeichnet wird. In diesem Fall ist es eine „Fantasy-Version“ einer solchen Waffe, die aber in den relevanten Aspekten der Vorlage treu ist. (Wer mehr über Schwerter erfahren will, dafür gibt es unsere Waffenkunde)

Wie viele Waffen besonderer Qualität ist auch dieses Schwert von seinem Hersteller mit einer Einlagebeschriftung versehen worden. In diesem Fall weist sie das Schwert als das Werk eines Zwergenschmieds aus. Die Parier ist mit Einlegearbeiten und einem einzelnen Edelstein verziert. Schmuckvoll genug für einen wohlhabenden Jarl, aber nicht überladen wie manches Krönungsschwert. Die Funktionalität der Waffe ist durch die Verzierungen ungebrochen.

Die Klinge ist aus einem Monostahlbarren gefertigt und zeigt daher keine Anzeichen einer Bänderung. Derartiger Stahl war während der Wikingerzeit ein Grund für Nordmänner über die Flüsse Osteuropas, des späteren Kiewer-Rus, bis nach Persien zu reisen. Dort beherrschten die Metallurgen das Geheimnis der echten Stahlschmelze, welches in Europa zu dieser Zeit noch nicht bekannt war.

Die Metallteile, von der Klinge abgesehen, sind aus poliertem Messing, die Holzteile aus geöltem Walnuss-Wurzelholz.

Der Knauf ist in Form von drei Buckeln gestaltet und weist eine Ringöse auf. Wozu diese Ösen bei historischen Schwertern dienten, ist nicht bekannt, aber mir gefällt die Idee, dass man ein Band aus Stoff oder Leder durch diese Öse fädelte, um das Schwert in der Scheide anzubinden. Ein sogenanntes Friedensband, welches verhindern soll Waffen in Friedenszeiten vorschnell zu ziehen und damit den Hausfrieden zu brechen. Nichts dergleichen ist aber belegt, weshalb es eben nur eine nette Idee ist. Im Rollenspiel hält uns das natürlich von nichts ab.

Das Design habe ich schon vor einer ganzen Weile gemacht, aber seitdem hat meine Arbeitssoftware ein paar Updates bekommen und ich wollte diesem Schwert eine Totalüberarbeitung der Geometrie, Texturen und Beleuchtung geben. Außerdem habe ich ein paar kleinere Fehler ausgebügelt.

Ich hoffe es gefällt euch. Demnächst wird es vermutlich häufiger mal ein paar Bilder hier und da geben. Wobei wir den Fantasy-Bereich mitunter auch mal verlassen wollen, um Exkursionen in die Bereiche der Moderne, Science-Fiction und Post-Apokalypse zu unternehmen.

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